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Rasenkante mähen: Der große Mähroboter-Trend der IFA 2026

Fünf große Hersteller haben auf der IFA 2026 unabhängig voneinander dasselbe Problem gelöst: den ungemähten Streifen an der Rasenkante. Wir zeigen, welche Lösungen es gibt und was Du davon schon heute nutzen kannst.

Auf der IFA 2026 in Berlin gab es einen Trend, den kaum jemand kommen sah: Rasenkante mähen. Fünf große Hersteller – Segway Navimow, Anker eufy, Mova, Anthbot und Mammotion – haben in derselben Woche völlig unabhängig voneinander dieselbe Lösung für ein jahrelanges Ärgernis vorgestellt: den ungemähten Streifen am Rand Deines Rasens.

Das Problem, das jeder kannte, aber niemand löste

Mähroboter mähen seit Jahren zuverlässig die Fläche Deines Rasens – aber an der Kante, direkt neben Beeten, Wegen oder Mauern, bleibt fast immer ein schmaler Streifen ungemäht stehen. Der Grund dafür ist kein Software-Problem, sondern ein rein physisches: Das Mähmesser sitzt mittig unter dem Chassis. Damit der Roboter nicht kollidiert oder an Kanten kippt, hält er automatisch einen Sicherheitsabstand ein – und genau dieser Abstand ist der Streifen, den Du am Ende doch von Hand nachschneiden musst.

Fünf Marken, fünf Lösungen, eine Woche

Segway Navimow H5 Pro: Der Vorzeigefall der IFA 2026. Der H5 Pro besitzt einen ausfahrbaren „EdgeMaestro“-Arm, der beim Mähen um 7,7 Zentimeter seitlich ausfährt und das Messer so tatsächlich bis an die Rasenkante bringt. Segway holte damit gleich einen IFA Innovation Award.

Segway Navimow H5 Pro Mähroboter fährt auf einer Demonstrationsfläche auf der IFA 2026 mit Rasen, Kiesrändern und Sträuchern in der Mitte. Der Seitenarm zum Kantenmähen ist ausgefahren.
Hinter einer Klappe an der Seite des Navimow H5 Pro versteckt sich der ausfahrbare Arm, mit dem der Mähroboter bis an die Kante mäht.

Anker eufy: Zwei Ansätze gleichzeitig. Der neue eufy S2 Max bekommt ebenfalls einen ausfahrbaren Arm, kommt aber erst im Frühjahr 2027 in den Handel. Schon heute erhältlich ist dagegen die kamerabasierte Lösung im eufy E15: Über die „Ride-on-Edge“-Funktion mäht er mittig über Beetkanten und Wegeinfassungen und kommt so bis zu 15 Zentimeter näher an die Kante als klassische Modelle.

eufy S2 Max Mähroboter auf einer Demonstrationsfläche mit Rasen und Steigungen auf der IFA 2026.
Ein weiterer Trend, der hier zu sehen ist: Räder mit einzelner Federung und Steigungen um die 80 Prozent. Auch der eufy S2 Max hat einen Seitenarm mit einem extra Schnittteller, der zum Kantenschnitt ausgefahren wird.

Mova: Der Hersteller setzt beim LiDAX Ultra nicht auf einen ausfahrbaren Arm, sondern auf Kamera- und LiDAR-Navigation ganz ohne Begrenzungskabel oder RTK-Antenne. Das Ergebnis: Der Roboter erkennt Kanten und Hindernisse präziser und traut sich dadurch näher heran, ohne zusätzliche Mechanik zu verbauen. Dafür hat der auf der IFA 2026 gezeigte AstraX einen modularen Greifarm, mit dem er Hindernisse räumen, Zweige oder Obst einsammeln und sogar mit einer Wasserdüse schwer erreichbare Stellen im Garten bewässern kann.

Mova AstraX auf einer Austellfläche auf der IFA 2026 - der Mähroboter steht auf einem Podest zusammen mit mehreren baugleichen Modellen. Alle haben den modularen Greifarm, der einen Fächer mit dem Mova-Logo hält.
Kurios: Auf der IFA 2026 zeigt MOVA eine Tanzchoreografie des AstraX Mähroboters. Dessen Greifarm soll nicht nur Fächer halten können, sondern auch bei der Gartenarbeit helfen.

Anthbot: Bei den Modellen R7 und R5 übernimmt ein „EdgeEase“-Trimmerarm die Feinarbeit an der Kante, unterstützt von vier unabhängig angesteuerten Motoren (4WD) für mehr Kontrolle auf unebenem Untergrund.

Mammotion: Der LUBA 4 AWD setzt auf ein abnehmbares Kantenzubehör, das sich bei Bedarf anbauen lässt – ein modularer Ansatz statt eines fest verbauten Arms.

Warum dieses Jahr, und nicht letztes Jahr

Dass gleich fünf Hersteller in derselben Woche die gleiche Idee präsentieren, ist kein Zufall. Zum einen sind Motoren und Akkus inzwischen klein und leicht genug, um einen zusätzlichen ausfahrbaren Arm unterzubringen, ohne Gewicht und Preis des Roboters zu sprengen. Zum anderen ist kamerabasierte Navigation – also Mähen ganz ohne Begrenzungskabel – inzwischen so ausgereift, dass Hersteller den nächsten logischen Schritt gehen konnten: nicht nur wo, sondern wie nah der Roboter mäht. Und wie so oft auf großen Messen kommt ein weiterer Effekt dazu: Sobald ein Hersteller ein Problem öffentlich löst, ziehen die Wettbewerber nach, um im direkten Vergleich nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Was Du jetzt schon praktisch davon hast

Die ehrliche Antwort: noch nicht viel. Die eigentlichen Neuheiten mit ausfahrbarem Arm – der Navimow H5 Pro und der eufy S2 Max – sind reine Messeneuheiten bzw. kommen erst 2027 in den Handel. Was Du aber schon heute kaufen kannst, bringt Dich trotzdem spürbar näher an die Kante: Der eufy E15 mit seiner Ride-on-Edge-Funktion, die Segway-Navimow-Modelle der H-Serie mit ihrem präzisen Kanten-Fahrverhalten sowie die kamerabasierten Mova-Modelle, die sich dank besserer Umgebungserkennung insgesamt näher an Hindernisse heranwagen.

Einen ausführlichen Überblick über aktuelle Modelle und Navigationstechnologien findest Du in unserem Mähroboter-Vergleich 2026. Und falls Du Dich noch fragst, ob ein Modell mit oder ohne Begrenzungskabel besser zu Deinem Garten passt, erklären wir das im Detail in unserem Artikel Mähroboter mit oder ohne Begrenzungskabel?

Du willst schon heute möglichst akkurat die Rasenkante mähen? Diese drei Modelle sind bei tink direkt verfügbar:

Noch mehr Auswahl gefällig? Alle Mähroboter findest Du in unserer Mähroboter-Kategorie.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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