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Dienstag, August 4, 2026
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Google Home Speaker im Test: Lohnt sich der Kauf?

Google schickt mit dem Google Home Speaker erstmals einen Lautsprecher ins Rennen, der von Grund auf für Gemini entwickelt wurde. Wir haben das runde Nachfolgemodell des Nest Audio ausprobiert und zeigen, was er wirklich kann.

Nach dem Nest Audio hat sich bei Googles Smart Speakern lange nichts mehr bewegt. Mit dem neuen Google Home Speaker ändert sich das grundlegend: neues Design, neuer Klang und als Gehirn nicht mehr der Google Assistant, sondern Gemini. Wir haben den Lautsprecher vorab getestet und zeigen Dir, wie er sich im Alltag schlägt, was der 360-Grad-Klang wirklich bringt und ob sich der Kauf für Dich lohnt.

Design und Verarbeitung: Kompakt, rund und nachhaltig

Wo der Nest Audio aufrecht und kissenartig wirkte, geht der Google Home Speaker fast schon eher in Richtung Nest Mini. Das Gehäuse ist deutlich kompakter und rund, eingehüllt in ein strapazierfähiges, 3D-gewebtes Textil aus recycelten Materialien, wie man es z.B. vom Apple HomePod Mini kennt. Für den europäischen Markt bringt Google die Farben Hazel und Porcelain, die farbigeren Töne Jade und Berry bleiben den USA vorbehalten.

Die auffälligste Neuerung sitzt an der Basis: ein LED-Ring, der bunt aufleuchtet und anzeigt, ob Gemini gerade zuhört, nachdenkt oder spricht. Oben auf dem Gehäuse findest Du kapazitive Touch-Tasten für Lautstärke sowie Play und Pause, sodass Du nicht für jede Kleinigkeit einen Sprachbefehl brauchst. Sicherheitsbewusste Nutzer:innen dürften außerdem den physischen Schalter auf der Rückseite schätzen: Er trennt das Mikrofon hardwareseitig, ganz ohne Umweg über die App.

Klang im Test: 360-Grad-Sound gegen Nest Audio und Nest Mini

Im direkten Vergleich mit Nest Mini und Nest Audio, den wir im Testvideo nebeneinander laufen ließen, zeigt sich der größte technische Unterschied: Der Nest Audio setzt auf einen 75-mm-Woofer mit 19-mm-Hochtöner und klingt damit stark, aber direktional, also am besten, wenn die Front auf Dich zeigt. Der Google Home Speaker verbaut stattdessen einen 58-mm-Treiber, der gezielt für 360-Grad-Sound entwickelt wurde. Egal wo im Raum Du Dich befindest, der Klang bleibt gleichmäßig, ohne die satte Bassnote des Nest Audio ganz zu erreichen.

Praktisch wird das vor allem im Wohnzimmer: Besitzt Du bereits einen Google TV Streamer, lassen sich zwei Google Home Speaker kabellos damit koppeln. Damit soll sogar ein räumliches Surround-Setup fürs Heimkino, eine Funktion, die weder Nest Audio noch Nest Mini bieten.

Einrichtung und Bedienung im Alltag

Die Einrichtung läuft wie gewohnt über die Google Home App und ist in wenigen Minuten erledigt. Praktisch im Alltag: Die Mikrofone passen sich dynamisch an Umgebungslärm an, sodass Gemini Dich auch dann versteht, wenn gerade die Dunstabzugshaube läuft oder im Hintergrund Musik spielt. Im Test hat das auch in der Küche gut funktioniert.

Gemini als smartes Gehirn: Was der Speaker wirklich kann

Der eigentliche Umbruch liegt weniger in der Hardware als im Betriebssystem. Der Google Home Speaker ist komplett auf Gemini ausgelegt und versteht Kontext, statt nur einzelne Befehle abzuarbeiten. Im Test konnten wir mehrere Aufgaben in einem Satz unterbringen, etwa Licht dimmen, eine Playlist starten und gleichzeitig einen Timer stellen. Auch Korrekturen mitten im Satz oder Ausnahmeregeln wie „mach alle Lichter aus, außer im Schlafzimmer“ verarbeitet Gemini zuverlässig, woran der klassische Google Assistant noch scheiterte.

Dank Continued Conversation bleibt das Mikrofon nach einer Antwort kurz offen, sodass sich ganze Gespräche ohne wiederholtes Aktivierungswort führen lassen. Mit „Hey Google, lass uns reden“ startest Du zudem Gemini Live für freie Unterhaltungen. Wichtig zu wissen: Diese KI-Funktionen sind kein Alleinstellungsmerkmal des neuen Speakers, denn Google spielt sie per Update auch auf ältere Geräte wie Nest Audio und Nest Mini aus. Wie gut Gemini sich im Alltag wirklich schlägt und wo die Grenzen liegen, haben wir separat ausführlich in unserem Gemini für Google Home Test unter die Lupe genommen.

Google Home Premium: Diese Funktionen kosten extra

Die smarten Grundfunktionen sind kostenlos, für die stärksten Features knüpft Google die volle Gemini-Power an ein Abo. Beim Kauf des Speakers sind sechs Monate Google Home Premium bereits inklusive.

AboPreisEnthaltene Funktionen
Kostenlos0 €Kontext-Gespräche, Smart-Home-Steuerung, Mediensuche
Home Premium Standardca. 10 €/Monat+ Gemini Live, „Erstelle für mich“-Automatisierungen
Home Premium Advancedca. 18 €/Monat+ Camera History Search, Home Briefs für Nest-Kameras

Camera History Search erlaubt Dir zum Beispiel die Frage „Hat der Hund heute auf dem Sofa gelegen?“, Home Briefs fassen morgens zusammen, was rund ums Haus passiert ist. Beides funktioniert nur zusammen mit Google Nest-Kameras.

Preis und Verfügbarkeit in Österreich

International ist der Google Home Speaker bereits seit dem 25. Juni 2026 erhältlich, in Österreich zum Start für rund 120 Euro. Damit gehörte Österreich, anders als Deutschland, von Anfang an zu den ersten Märkten. Sobald der Speaker offiziell bei uns im Shop verfügbar ist, verlinken wir ihn direkt an dieser Stelle.

Fazit: Für wen lohnt sich der Google Home Speaker?

Der Kauf lohnt sich, wenn Du gleichmäßigen Klang im ganzen Raum willst, statt Dich nach der Ausrichtung des Lautsprechers zu richten, oder wenn Du einen Google TV Streamer besitzt und von Spatial Surround Sound profitieren möchtest. Auch für ein zukunftssicheres Smart Home spricht der Speaker, dank Thread-Unterstützung ist er gut für Matter gerüstet.

Du kannst warten, wenn Dir Dein bestehender Nest Audio oder Nest Mini klanglich reicht. Die wichtigsten Gemini-Funktionen laufen ohnehin per Update auch auf älteren Geräten, der neue Speaker punktet vor allem bei Klang, Design und der Surround-Kopplung mit dem Fernseher.

Was sagst Du zum neuen Design und dem 360-Grad-Klang? Schreib es uns in die Kommentare. Alle kompatiblen Geräte rund um Google Home findest Du bei uns im tink Shop.

Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink und hat seitdem schon diverse Testberichte geschrieben. Sein Smart Home besteht überwiegend aus Produkten von Google, tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.

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