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Google Digital Markets Act: Klage gegen die EU – muss Android bald jeden KI-Assistenten zulassen?

Google zieht vor Gericht, um zwei EU-Auflagen anzufechten. Es geht um Deine Suchdaten und darum, wer künftig noch mitreden darf, wenn Du „Hey Google“ sagst.

Google zieht vor Gericht. Der Konzern hat beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg zwei Klagen gegen Auflagen eingereicht, die die EU-Kommission am 16. Juli auf Grundlage des Digital Markets Act (DMA) erlassen hat, so meldet Reuters. Es geht um Deine Suchdaten und darum, wer künftig mitreden darf, wenn Du „Hey Google“ sagst.

Was die EU genau verlangt

Die Kommission hat Google zwei Dinge aufgetragen. Erstens muss Android ab Mitte 2027 konkurrierenden KI-Assistenten denselben Zugang bieten wie Gemini, und zwar für bis zu elf Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel die Aktivierung per Sprache und das Ausführen von Aktionen in Apps. Ist „Hey Google“ der Auslöser, soll sich auch ein fremder Assistent genauso einfach einrichten lassen.

Zweitens muss Google ab Januar 2027 anonymisierte Such- und Klickdaten mit konkurrierenden Suchmaschinen und KI-Chatbots teilen. Google Search kommt in der EU auf mehr als 90 Prozent Marktanteil. Der Datensatz soll bis November stehen, die Preisgestaltung bis Januar 2027.

Warum Google vor Gericht zieht

Google argumentiert, Android sei bereits offen. Außerdem befürchtet der Konzern, dass sensible Suchanfragen, etwa zu medizinischen Themen, ohne ausreichende Anonymisierung oder Einwilligung weitergegeben werden. Dazu kommt die Sorge, dass die Sicherheit des Betriebssystems leidet.

Die Kommission hält dagegen: Die Anonymisierung sei gemeinsam mit Datenschutzexperten entwickelt worden (unter anderem mit k-Anonymität, einer Prüfung der Empfänger und vertraglichen Schutzmaßnahmen). Google dürfe riskante Empfänger außerdem ablehnen. DuckDuckGo unterstützt die Kommission und sagt, die Klage verzögere nur die Umsetzung. Die Fristen bleiben bestehen, sofern das Gericht nichts anderes entscheidet. Am Ende entscheidet das Gericht in Luxemburg, und beide Seiten haben einen Punkt.

Was hat das mit Deinem Smart Home zu tun?

Streng genommen betrifft der Fall Android-Smartphones und die Google-Suche, nicht direkt Google-Home-Lautsprecher. Aber Google ersetzt den Google Assistant gerade durch Gemini, auch auf Lautsprechern und Displays („Gemini for Home“). Dieselbe KI steckt hinter „Hey Google“ auf dem Smartphone. Wir haben den neuen Google Home Speaker getestet und dort gesehen, wie eng Gemini ins Smart Home rückt.

Wenn Regulierer die Abhängigkeit von einem Anbieter auf dem Smartphone angehen, könnten ähnliche Fragen bald auch bei Lautsprechern und Displays auftauchen. Das ist eine Frage der Zeit, keine Tatsache.

Ökosystem-Lock-in ist im Smart Home nicht neu

Früher musstest Du Dich zwischen Apple Home, Google Home, Alexa oder SmartThings entscheiden. Genau dieses Problem hat zu Matter geführt. Die Branche hat sich also schon geöffnet, und nun zwingt die EU Google, das auch bei KI zu tun.

Egal, wie das Gericht entscheidet: Große Tech-Konzerne müssen sich zunehmend öffnen, bei Suchdaten, KI-Assistenten und Smart-Home-Geräten. Für Dich bleibt die Frage, wie abhängig Du von einem einzigen Ökosystem sein willst. Mit Geräten, die mehrere Systeme unterstützen, bist Du in der stärkeren Position.

Möchtest Du nicht an einen KI-Assistenten oder ein Ökosystem gebunden sein? Dann wirf einen Blick auf smarte Displays und Hubs bei tink und behalte die Kontrolle selbst in der Hand.

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Joshua
Joshua
Joshua verstärkt das tink-Team seit Juli 2025. Er verbindet jahrelange Schreiberfahrung mit einer großen Leidenschaft für technologische Innovationen. Privat nutzt er begeistert Govee für stimmungsvolle Beleuchtung, und auch die smarten Lautsprecher von JBL haben einen festen Platz bei ihm. Er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade für sein Smart Home und experimentiert derzeit ausgiebig mit Philips Hue und Soundcore.

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