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Google Nest Doorbell im Test – so schlägt sich die smarte Video-Türklingel

Google Nest Doorbell im Test: akkubetriebene Videotürklingel im Alltag

Die kabellose Google Nest Doorbell (mit Akku) ist neben der neuen Kamera für Innen und Außen eine weitere interessante Neuvorstellung von Google. Was neue neue Türklingel mit Videofunktion wirklich drauf hat, worin sie sich von ihrem Vorgänger unterscheidet, das habe ich mir mal genauer angeschaut.

Was mir sofort an der neuen Doorbell auffällt ist natürlich das leichte, schlanke Design. Einmal in die Hand genommen, bestätigt sich der moderne Look, denn: mit ihren gut 4 bis 5 Zentimetern Länge sowie gerade einmal 200 Gramm Gewicht ist sie erstaunlich leicht.

Neben dem Ladegerät sowie Montagematerial findest Du auch einen 20°-Keil sowie diverse Zwischenstücke in der Verpackung. Beides ist besonders dann praktisch, wenn Du die smarte Türklingel nicht auf einer gerade Fläche, sondern auf einer Ecke anbringen möchtest.

Übrigens: 46 Prozent des externen Gehäuses sowie 50 Prozent der internen Kunststoffteile bestehen aus recyceltem Kunststoff. Dies haben wir ähnlich auch bei der Google Nest Cam sowie den anderen aktuellen Hardware-Releases des Unternehmens gesehen. Siehe also Google Nest Mini wie Google Nest Audio sowie Google Nest Hub (2. Generation).

Highlight Features der Google Nest Doorbell (mit Akku)

  • Unterscheidet Personen, Tiere und Pakete
  • Flexibel einsatzbar dank Akkubetrieb
  • Full-HD-Videoauflösung mit HDR bei 30 FPS
  • Nachtsichtmodus mit Sichtweite bis zu 3m
  • Blickwinkel: 145° diagonal
  • 6-fach digitaler Zoom
  • Integrierter PIR-Bewegungs- und Näherungssensor
  • 2-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
  • Witterungsbeständig gemäß IP54
  • Unterstützt WLAN (2.4 Ghz)

Montage an der Haustür – flexibel dank Akku

Vor der Installation muss die smarte Türklingel mit Videofunktion natürlich erst einmal montiert werden. Hierfür eignet sich Deine Eingangstür genauso gut, wie der gesamte Eingangsbereich. Solange sichergestellt ist, dass Du zum einen eine gute Einsicht in den Eingangsbereich hast und zum anderen natürlich, dass Deine Gäste intuitiv erkennen, wo sie klingeln müssen.

Google Nest Doorbell mit Akku - der Ladenschluss befindet sich auf der Rückseite

Dies gilt insbesondere für den Fall, dass Du die Doorbell im Akkubetrieb nutzt. Bei Bedarf lässt sich die Videotürklingel auch mit Deinem bereits bestehenden Klingeldraht verbinden. Dies habe ich aber nicht ausprobiert.

Installation und Einrichtung der Nest Doorbell (mit Akku)

Die Installation erfolgt wie Du es vielleicht auch schon gewohnt bist via Google Home-App. Einmal auf das „+“ in der Übersicht gedrückt, schon dauert es nur wenige Momente, bis die App die eingeschaltete Videotürklingel gefunden und in Deinem Account eingerichtet hat. Der Installations-Wizard begleitet Dich Schritt für Schritt.

Hierzu sei auch an dieser Stelle gesagt: Du benötigst für die Installation einen Google-Account. Diesen legst Du Dir bei Bedarf jederzeit kostenfrei. In diesem Account stehen Dir dann wie gewohnt alle Features wie Fernzugriff, Live-Stream, 2-Wege-Audio oder auch der ereignisbasierte Feed zur Verfügung.

Gut zu wissen: Ohne das kostenpflichtige Nest Aware-Abo stehen Dir im ereignisbasierten Feed leidglich die Aufnahmen der letzten drei Stunden parat. Nach Ablauf der drei Stunden werden die Ereignisse jeweils gelöscht. Mit dem Abo verlängert sich der Zeitraum um mindestens 30 Tage, je nach Abo-Modell.

Mehr Infos zu Nest Aware findest Du hier:

Das ist das neue Google Nest Aware

Deine smarte Klingelanlage – mit Google Nest Hub

Für die Steuerung der Nest Doorbell ist die Google Home-App wie bereits erwähnt unerlässlich. Hier stellst Du alles Nötige ein. Besonders bequem wird es aber, wenn ich das Gerät per Stimme steuere – via Google Assistant natürlich.

Sobald es also klingelt, sage ich einfach „Hey Google, zeig mir die Haustür!“ und schon erscheint auf dem Smart Display der Live-Stream. So komme ich ganz ohne große Investition in den Genuss einer modernen Klingelanlage samt Vollduplex 2-Wege-Audio und HD-Video-Streaming. Mein Smartphone brauche ich dafür auch nicht.

Mein Highlight: Automatisch mehr Sicherheit

Ein interessanter Nebeneffekt der Google Nest Doorbell im Test ist: die zusätzliche Sicherheit. Dank eingebautem Bewegungssensor reagiert das Gerät nicht nur auf Knopfdruck. Bewegt sich etwas auf sie zu, reagiert der Sensor, aktiviert die Aufnahme und schickt Dir eine Push-Nachricht auf Dein Smartphone. Ganz so, wie eine smarte Videokamera es auch tun würde. Und dank des im Lieferumfang enthaltenen Winkels vergrößert sich auch ganz automatisch der Einblick, der man bekommt. So erfasst die Kamera den Eingang nicht nur frontal, sondern von der Seite.

Aus Google Nest Hello wird Google Nest Doorbell (mit Kabel)

Wer Google schon länger verfolgt weiß, dass es mit der Nest Hello bereits eine Video-Türklingel gab. Diese wird auch in Zukunft bestehen bleiben und zwar als Google Nest Doorbell (mit Kabel). Rein technisch ändert sich also nichts, außer das Google sich nun auch in Sachen Videotürklingel breiter aufstellt. In der Vergleichstabelle stelle ich noch einmal die wichtigsten Features beider Geräte gegenüber.

Unterschied zwischen Google Nest Doorbell (mit Akku) und Google Nest Hello

Google Nest Doorbell (mit Akku) Google Nest Hello aka Google Nest Doorbell (mit Kabel)
Kamera 1,3 Megapixel Farbsensor 1,3 Megapixel Farbsensor
Blickwinkel 145° diagonal 160° diagonal
Digitaler Zoom 6-fach 8-fach
Sensoren Näherungs- und Bewegungssensor, Magnetometer Umgebungslicht
Stromversorgung Akku Festverdrahtet
Wetterbeständigkeit IP54 IPX4

Fazit

Ob verkabelt oder per Akkubetrieb. Beide Videotürklingeln bieten ein wohlausgefeiltes Konzept, um den Hauseingang schnell und flexibel smart zu machen. Dank der Google Nest Doorbell mit Akku ist dies nun flexibler möglich als je zuvor. Der mitgelieferte 20°-Winkel ermöglicht sogar Anbringungen, wie wir sie von einer herkömmlichen Klingel bereits kennen. Ein Detail, welches nicht zu unterschätzen ist. Vor allem, wenn der Besuch mit der Idee einer Videotürklingel noch nicht ganz so vertraut ist. Darüber hinaus weiß die Integration in die Google Home-App zu überzeugen, da sie einen bereits vorhanden Google Nest Hub zum perfekten Kommunikationsmittel für die Klingel macht.