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Heizkosten sparen 2026: 15 Tipps für Wohnung, Altbau & Haus

Die Heizung läuft wieder an, und mit ihr die Frage, wie viel das diesmal kostet. Mit ein paar Handgriffen und einer klugen Steuerung lässt sich der Verbrauch spürbar senken.

Heizkosten sparen lohnt sich jetzt besonders, denn die Heizperiode 2026/27 steht vor der Tür und Heizen ist in den meisten Haushalten der größte Posten beim Energieverbrauch. Die gute Nachricht: Du musst dafür weder frieren noch Dein Zuhause umbauen. In diesem Ratgeber findest Du 15 Tipps, sortiert nach Aufwand: von Sofort-Maßnahmen ohne Kosten über kleine Anschaffungen bis zu Hinweisen für Mietwohnung und Altbau. Wer dabei auf smarte Heizkörperthermostate setzt, kann das Heizen automatisieren, statt ständig von Hand nachzuregeln.

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Heizkosten sparen ohne Kosten: Sofort-Tipps

Diese sechs Maßnahmen kosten nichts und lassen sich noch heute umsetzen.

1. Heizkosten sparen mit der richtigen Raumtemperatur

Der größte Hebel ist die Temperatur. Laut der Beratungsorganisation co2online senkt ein Grad weniger den Heizenergieverbrauch um etwa 6 %. In einem Haus mit 130 m² und Gasheizung entspricht das rund 1.000 kWh im Jahr. Als Richtwerte gelten für Wohn-, Kinder- und Arbeitszimmer 19 bis 20 °C, für die Küche etwa 19 °C, für das Bad rund 21 °C und für das Schlafzimmer 16 bis 17 °C. Im Flur reichen meist 16 °C.

Bei herkömmlichen Thermostaten entspricht Stufe 3 ungefähr 20 °C, zwischen den Stufen liegen meist etwa 4 °C. Auf Stufe 5 wird der Raum übrigens nicht schneller warm, er heizt nur länger weiter.

2. Temperatur nachts absenken

Nachts brauchst Du keine Wohlfühltemperatur, denn unter der Decke ist es auch bei 16 bis 17 °C warm genug. Dreh das Thermostat vor dem Schlafengehen etwas zurück oder nutze ein Zeitprogramm. Ganz ausschalten solltest Du die Heizung in schlecht gedämmten Wohnungen aber nicht: Zu stark ausgekühlte Wände begünstigen Schimmel.

3. Richtig stoßlüften

Fenster auf Kipp sind eine Dauer-Heizkostenfalle, denn die Wärme zieht ständig nach draußen. Besser ist Stoßlüften: Fenster für wenige Minuten weit öffnen, am besten mit Durchzug, und das drei- bis viermal am Tag. Dreh dabei das Thermostat herunter, damit die Heizung nicht gegen die kalte Luft anheizt.

4. Heizkörper freiräumen

Sofas, Vorhänge und Verkleidungen vor dem Heizkörper stauen die Wärme und verhindern, dass sie sich im Raum verteilt. Rücke Möbel ein Stück ab und lass die Oberseite frei.

5. Türen zu unbeheizten Räumen schließen

Halte Türen zu kühleren Räumen wie Flur, Abstellkammer oder Treppenhaus geschlossen. So strömt die Wärme nicht dorthin ab, wo Du sie gar nicht brauchst.

6. Rollläden und Vorhänge nachts schließen

Geschlossene Rollläden und dichte Vorhänge bremsen den Wärmeverlust über die Fenster, besonders in kalten Nächten. Tagsüber tun offene Vorhänge das Gegenteil: Sonnenlicht wärmt den Raum gratis mit.

Heizkosten senken mit kleinem Budget

Für diese Maßnahmen brauchst Du etwas Material oder einen Termin, der Aufwand bleibt aber überschaubar.

7. Heizkosten sparen durch Abdichten von Zugluft

Undichte Fenster und Türen lassen die Wärme entweichen. Mit einer Kerzenflamme oder einem Blatt Papier findest Du die Schwachstellen: Flackert die Flamme oder lässt sich das Papier in der geschlossenen Tür oder im Fenster leicht herausziehen, ist die Dichtung durchlässig. Selbstklebende Dichtungsbänder aus dem Baumarkt sind schnell angebracht und schaffen oft schon deutliche Abhilfe.

8. Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen

Verlaufen Heizungsrohre durch Keller oder andere unbeheizte Räume, geht auf dem Weg zum Heizkörper unnötig viel Wärme verloren. Nach Angaben von co2online lassen sich solche Rohre mit Dämmschalen aus dem Baumarkt selbst isolieren. Wichtig sind auch Bögen, Ventile und Armaturen, die möglichst vollständig gedämmt werden sollten. Bei beschädigter oder unbekannter alter Dämmung lässt Du besser einen Fachbetrieb draufschauen.

9. Heizkörper entlüften und reinigen

Gluckert es im Heizkörper oder wird er nur oben nicht warm, steckt vermutlich Luft im System. Mit einem Entlüftungsschlüssel lässt sich das in wenigen Minuten beheben. Verstaubte Heizkörper geben ihre Wärme außerdem schlechter ab. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest Du in unserem Ratgeber Heizkörper entlüften.

10. Vorlauftemperatur und hydraulischen Abgleich prüfen lassen

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizkörpern fließt. Oft ist sie höher eingestellt als nötig. Beim hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb die Heizung so ein, dass jeder Heizkörper genau die Wärmemenge bekommt, die er braucht. Das kann den Verbrauch senken und die Heizung leiser machen. Frag Deinen Heizungsbauer oder Vermieter danach, denn die Einstellung gehört in Profihände. Als Mieter kannst Du den Vermieter oder die Hausverwaltung darauf ansprechen, ob die Heizungsanlage zuletzt überprüft wurde. Falls ein Abgleich ansteht, kann es sich lohnen, nach möglichen Fördermöglichkeiten zu fragen. Wie moderne Heizungen sich selbst regeln, erklärt unser Artikel zu OpenTherm.

Heizkosten sparen in der Mietwohnung

Beim Heizkosten sparen hast Du als Mieter weniger Möglichkeiten, an der Heizung selbst etwas zu ändern. Dafür gibt es Maßnahmen, die ohne Eingriff in die Bausubstanz auskommen.

11. Heizkosten sparen mit smarten Thermostaten ohne Umbau

Smarte Heizkörperthermostate werden einfach anstelle des alten Drehreglers auf das vorhandene Ventil geschraubt. Das geht ohne Werkzeug und ohne Wasser aus der Heizung abzulassen. Nach gängiger Einschätzung ist der Austausch in der Mietwohnung in der Regel erlaubt, solange er sich rückstandsfrei rückgängig machen lässt. Hebe die alten Thermostate deshalb unbedingt auf, damit Du sie beim Auszug wieder montieren kannst. Bei Unsicherheit hole Dir das Einverständnis Deines Vermieters am besten schriftlich ein. Eingriffe in die Elektrik oder größere Arbeiten sind dagegen tabu.

Beliebte Systeme sind etwa tado° mit Bridge und App, Homematic IP mit eigener Zentrale oder Eve mit direkter Anbindung an Apple Home. Welche Modelle sich lohnen, zeigt unser Vergleich der besten smarten Heizkörperthermostate.

12. Heizkosten sparen mit Heizzeiten und Fensterkontakten

Mit smarten Thermostaten legst Du Heizzeiten pro Raum fest: morgens im Bad warm, tagsüber im leeren Wohnzimmer sparsam, abends wieder gemütlich. Dazu kommt ein Effekt, den Du von Hand kaum hinbekommst: Erkennt das System ein geöffnetes Fenster, dreht es die Heizung automatisch herunter. Das funktioniert über integrierte Funktionen oder über zusätzliche Tür- und Fensterkontakte.

Auch Anwesenheit lässt sich einbeziehen: Viele Systeme erkennen über das Smartphone, ob jemand zu Hause ist, und senken die Temperatur, wenn alle das Haus verlassen haben. Kommst Du nach Hause, fährt die Heizung rechtzeitig wieder hoch. Das ist besonders praktisch bei wechselnden Arbeitszeiten, wenn feste Heizprogramme nicht passen. Achte beim Einrichten darauf, dass die Thermostate frei hängen und nicht hinter Vorhängen oder Möbeln sitzen, sonst messen sie eine zu hohe Temperatur und regeln zu früh ab.

Heizkosten sparen im Altbau

Altbauten verlieren mehr Wärme, haben oft Einfachverglasung, hohe Decken und unregelmäßig beheizte Räume. Beim Heizkosten sparen lohnt sich im Altbau besonders ein genauer Blick auf die Heizkörper-Steuerung.

13. Heizkosten sparen im Altbau: Räume einzeln regeln

In Altbauten sind die Temperaturunterschiede zwischen Räumen groß. Ein Raumthermostat für die ganze Wohnung reicht deshalb selten aus. Besser ist es, jeden Raum einzeln zu steuern, also das Schlafzimmer kühler und das Bad wärmer zu halten. Wie Du eine ältere Gastherme smart machst, erfährst Du in unserem Ratgeber zum Thema Gastherme smart machen.

14. Wärme hinter dem Heizkörper halten

Heizkörper an Außenwänden strahlen einen Teil ihrer Wärme in die Wand ab. Ob eine Reflexionsfolie hinter dem Heizkörper das ändert oder eher ein Mythos ist, haben wir in einem eigenen Artikel geprüft: Heizkörperfolie: Mythos oder Spartipp? Mehr bringt in der Regel eine Dämmung der Außenwand, die allerdings eine größere Investition ist.

Wichtiger ist im Altbau oft, die Schwachstellen der Gebäudehülle zu kennen. Alte Fenster, Rollladenkästen und Haustüren sind typische Orte für Zugluft. Der Kerzentest aus Tipp 7 lohnt sich hier doppelt, weil kleine Abdichtungen bei vielen Fenstern zusammen einen Unterschied machen. Gleichzeitig solltest Du auf Feuchtigkeit achten: Wird es nach dem Abdichten dichter im Raum, steigt die Luftfeuchte schneller, und regelmäßiges Stoßlüften wird noch wichtiger.

Smart sparen mit Sensoren

15. Temperatur und Luftfeuchte messen

Wer genau weiß, wie warm und wie feucht es in einem Raum ist, kann gezielter heizen und lüften. Raumsensoren wie der Eve Room messen beides, geben Dir einen Hinweis, wann Lüften sinnvoll ist, und können das Thermostat im Raum mit der tatsächlichen Temperatur versorgen. Das ist praktisch, denn das Thermostat direkt am Heizkörper misst oft zu warm. Mit einem Funk-Temperatursensor für tado° oder einem Tür- und Fensterkontakt wie dem tink Basics Matter Sensor ergänzt Du Dein System um genau die Daten, die es zum Sparen braucht. Gerade in Altbauwohnungen mit Schimmelgefahr sind Sensoren eine sinnvolle Ergänzung. Wie viel smarte Thermostate im Alltag wirklich bringen, haben wir in unserem Beitrag Heizkosten sparen mit smarten Thermostaten genauer aufgeschlüsselt.

Wenn Sparen nicht mehr reicht: Heizung erneuern

Irgendwann stoßen auch die besten Spartipps an Grenzen, nämlich dann, wenn die Heizung selbst veraltet ist. Wer ein Eigenheim besitzt und über einen Wechsel nachdenkt, sollte sich zur Wärmepumpe beraten lassen. Für Mieter ist das in der Regel keine Option, hier gilt: Sprich Deinen Vermieter auf den Zustand der Heizung an.

Häufige Fragen zum Heizkosten sparen

Wie viel spare ich, wenn ich die Temperatur um 1 °C senke?

Nach Angaben von co2online sinkt der Heizenergieverbrauch mit jedem Grad weniger um etwa 6 %. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Gebäude, vom Heizsystem und vom Energiepreis ab.

Sollte ich die Heizung nachts ganz ausschalten?

Besser nicht. Eine Absenkung auf etwa 16 bis 17 °C im Schlafzimmer spart Energie. Wenn die Räume komplett auskühlen, muss die Heizung morgens umso mehr leisten, und in schlecht gedämmten Wohnungen steigt das Schimmelrisiko.

Welche Thermostatstufe entspricht welcher Temperatur?

Bei herkömmlichen Thermostaten steht Stufe 3 ungefähr für 20 °C. Zwischen den Stufen liegen meist etwa 4 °C. Smarte Thermostate zeigen die Temperatur dagegen in Grad Celsius an, das macht die Einstellung deutlich einfacher.

Lohnen sich smarte Thermostate wirklich?

Smarte Thermostate lohnen sich vor allem dann, wenn Du oft unterwegs bist, Räume unterschiedlich nutzt oder gern vergisst, die Heizung herunterzudrehen. Sie nehmen Dir das Nachregeln ab und reagieren auf Fenster und Zeitpläne. Wie hoch die Ersparnis ausfällt, hängt stark vom bisherigen Heizverhalten ab.

Darf ich als Mieter smarte Thermostate einbauen?

In der Regel ja, solange Du die alten Thermostate aufbewahrst und beim Auszug wieder einbaust. Eingriffe in die Elektrik oder in die Bausubstanz sind dagegen genehmigungspflichtig. Bei Unsicherheit hilft ein kurzes schriftliches Okay vom Vermieter.

Fazit

Heizkosten sparen gelingt am besten in drei Stufen: erst die Sofort-Tipps nutzen, dann mit kleinem Budget nachlegen und zuletzt die Heizung mit smarten Heizkörperthermostaten automatisieren. Gerade das Zusammenspiel aus Zeitplänen, Fensterkontakten und Raumsensoren spart Energie, ohne dass Du im Alltag darauf achten musst. Die bekanntesten Systeme wie tado°, Homematic IP oder Eve lassen sich auch in der Mietwohnung ohne Umbau einrichten. Wer jetzt startet, ist rechtzeitig vor den kalten Monaten bereit. Das passende Zubehör für den Start findest Du bei tink gleich im Anschluss.

Marc
Marc
Marc ist seit 2019 bei tink. Seit 2025 leitet er die Redaktion des tink Blogs und 2026 hat er die Leitung des Video- und Social Media-Teams übernommen. Im Smart Home setzt er auf die Sprachsteuerung mit Google Gemini sowie auf die smarten Geräte von tado° und Philips Hue. Aber auch die Sonos-Lautsprecher haben es ihm angetan. Dank Matter erweitert er sein Ökosystem jetzt auch um eve, Aqara & Co.
 
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