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Matter 1.6 ist da: Geräte ohne Strom koppeln – und 2 weitere Game-Changer

Matter 1.6 ist erschienen und verspricht, dass Ökosysteme mit „Joint Fabric“ besser als je zuvor zusammenarbeiten. Außerdem wird die Hardware-Installation durch NFC-Kopplung ohne Stromversorgung dramatisch einfacher.

Matter 1.6 ist erschienen und verspricht, dass Ökosysteme mit „Joint Fabric“ besser als je zuvor zusammenarbeiten. Außerdem wird die Hardware-Installation durch NFC-Kopplung ohne Stromversorgung dramatisch einfacher. Wir haben uns das neue Release angeschaut und die besten Features für Dein Smart Home zusammengefasst.

Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat soeben Matter 1.6 für Hersteller und Entwickler freigegeben. Während frühere Updates wie Matter 1.5 vor allem neue Gerätekategorien wie Sicherheitskameras hinzufügten, schlägt Version 1.6 einen anderen Weg ein. Dieses Update dreht sich ausschließlich darum, Reibung zu beseitigen. Das Einrichten, Verwalten und tägliche Nutzen Deines Smart Homes wird deutlich unkomplizierter.

Kein kompliziertes technisches Kauderwelsch – nur handfeste Vorteile für die Praxis. Das sind die drei größten Game-Changer aus dem Matter 1.6-Release.

1. Geräte koppeln ohne Strom (NFC)

Wer schon einmal einen smarten Einbauschalter oder eine Deckenleuchte installiert hat, kennt den Schmerz: Erst das Gerät einbauen und den Strom anlegen. Dann hoffen, dass die Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone auf Anhieb klappt. Klappt sie nicht, muss man die Wand wieder aufschrauben und einen Reset-Knopf drücken.

Matter 1.6 löst das auf geniale Weise per bidirektionalem NFC-Chip. Das Gerät muss nicht mehr ans Stromnetz angeschlossen sein, damit Du es einrichten kannst. Du tippst einfach mit Deinem Smartphone gegen das Gerät – bequem von der Couch aus. Das Telefon überträgt per NFC direkt die benötigten WLAN- oder Thread-Zugangsdaten. Erst wenn die Kopplung erfolgreich ist, baust Du das Gerät in die Wand oder Decke ein. Sobald der Strom anliegt, ist es sofort verbunden. Schlicht genial.

2. Joint Fabric: Echte Zusammenarbeit zwischen Apple und Google

Die ursprüngliche Idee von Matter war, dass Ökosysteme reibungslos zusammenarbeiten. In der Praxis bedeutete das oft noch, eine Lampe umständlich über komplizierte Menüs separat zu Apple Home hinzuzufügen und anschließend nochmals zu Google Home – das sogenannte Multi-Admin. Das kostet Zeit, und Geräte haben außerdem ein Limit dafür, mit wie vielen Ökosystemen sie gleichzeitig verbunden sein können (Fabric Slots).

Matter 1.6 führt Joint Fabric ein. Damit entsteht de facto ein gemeinsames Matter-Netzwerk. Über einen zentralen „Datenspeicher“ können mehrere Controller – etwa ein HomePod und ein Nest Hub – dasselbe Netzwerk einsehen und Geräte steuern.

  • Der Vorteil: Du fügst eine neue Lampe nur einmal diesem gemeinsamen Netzwerk hinzu, und alle Deine Ökosysteme können sofort darauf zugreifen. Für das Gerät selbst zählt das nur als eine einzige Verbindung und schont die Hardware-Ressourcen. Ideal für Haushalte mit einer gesunden Mischung aus Apple und Android!

3. Thermostaten, die endlich mitdenken

Bislang führten smarte Thermostate Befehle blind aus. Das führte manchmal zu Konflikten. Stell Dir vor: Du frierst und drehst den Thermostat manuell auf 21 Grad. Fünf Minuten später greift eine programmierte Routine und setzt die Temperatur fröhlich wieder auf 18 Grad zurück. Ergebnis: Du sitzt weiterhin in der Kälte.

In Matter 1.6 senden Ökosysteme keine harten „Befehle“ mehr an Thermostate, sondern „Vorschläge“. Der Thermostat prüft den Kontext, bevor er einen Vorschlag annimmt. Hat der Nutzer gerade manuell am Regler gedreht? Oder ist ein erzwungener Energiesparmodus aktiv? Dann lehnt der Thermostat den Vorschlag aus der App ab und sendet eine Rückmeldung mit dem Grund, warum die Temperatur nicht angepasst wurde. Das ist erst richtig smart.

Was steckt noch unter der Haube?

Neben diesen drei großen Neuerungen bringt Matter 1.6 weitere unverzichtbare Optimierungen:

  • Smarte Rauchmelder: Rauch- und Kohlenmonoxidmelder können nun den Status „nicht montiert“ melden. Sobald jemand den Melder von der Decke dreht, erhältst Du sofort eine Benachrichtigung, dass er nicht mehr einsatzbereit ist.
  • Sicherheitsverlauf: Tür- und Fenstersensoren teilen nicht mehr nur ihren aktuellen Status (offen/geschlossen), sondern können ihren vollständigen Ereignisverlauf nun sicher über Matter an Deine gewählte Smart-Home-App übertragen.
  • Bessere Kommunikation: Geräte können ihre physischen Grenzen und Funktionen nun standardisiert kommunizieren, sodass Dein Smart-Home-Hub viel besser weiß, was ein Gerät kann und was nicht.

Wann kannst Du das erwarten?

Matter 1.6 wurde am 17. Juni 2026 offiziell an Entwickler und Hersteller ausgerollt. Sie haben den Code jetzt in der Hand. Wie bei Matter-Updates üblich, dauert es noch eine Weile, bis wir das in der Praxis erleben. Hersteller müssen ihre Firmware aktualisieren, und die großen Plattformen (Apple, Google, Amazon, Samsung) müssen ihre Hubs für die neuen Funktionen vorbereiten.

Eines ist sicher: Dieses Update wird die Art, wie wir unser Zuhause einrichten, enorm vereinfachen. Willst Du sicherstellen, dass Dein Netzwerk für die neuesten Matter-Funktionen gerüstet ist? Dann sorge für einen starken Thread Border Router oder Matter Controller. Entdecke die besten Matter-kompatiblen Geräte auf tink.de.

Joshua
Joshua
Joshua verstärkt das tink-Team seit Juli 2025. Er verbindet jahrelange Schreiberfahrung mit einer großen Leidenschaft für technologische Innovationen. Privat nutzt er begeistert Govee für stimmungsvolle Beleuchtung, und auch die smarten Lautsprecher von JBL haben einen festen Platz bei ihm. Er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade für sein Smart Home und experimentiert derzeit ausgiebig mit Philips Hue und Soundcore.

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