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Sony verzichtet auf die CES 2027: Nach 60 Jahren ist Schluss, und das ist der Grund

Seit 1967 war Sony auf jeder CES dabei, der größten Technikmesse des Jahres. Nächstes Jahr erstmals nicht, und der Grund zeigt, womit der Konzern heute sein Geld verdient.

Sony verzichtet auf die CES 2027. Das ist das erste Mal seit der Gründung der Messe im Jahr 1967. Der Konzern hat das selbst gegenüber Bloomberg bestätigt, allerdings mit einer ziemlich vorsichtigen Erklärung: Man bewerte den Ansatz für Events und Kommunikation kontinuierlich und strategisch. Hinter dieser Formulierung steckt eine einfachere Botschaft: Sony verdient sein Geld inzwischen vor allem mit Games, Film und Musik und immer weniger mit den Fernsehern und Geräten, um die sich die CES dreht.

Sony CES 2027: Warum die Nachricht größer ist, als sie klingt

Sony war schon bei der allerersten CES im Januar 1967 in New York dabei. Diese Ausgabe hatte vierzehn Stände von Herstellern wie Philips, LG und dem damals noch amerikanischen Motorola, auf einer Messefläche von keinen 100 mal 100 Metern. Seitdem nutzte Sony die Bühne regelmäßig für Ankündigungen, die weit über die Messe hinausgingen. Gemeinsam mit Philips stellte das Unternehmen dort 1981 das Konzept des CD-Players vor, den Nachfolger der Schallplatte. 1991 kündigte Sony dort zusammen mit Nintendo die „Nintendo Play Station“ an, eine CD-ROM-Version des SNES. Die Zusammenarbeit platzte einen Tag später wieder. Sony brachte Jahre später selbst eine eigene Konsole unter diesem Namen heraus. 2007 zeigte das Unternehmen die ersten OLED-Fernseher und später auch seine Crystal-LED-Bildschirme. Auch der Name PS5 und die PSVR2 hatten ihren CES-Moment.

Dass Sony der CES 2027 fernbleibt, kommt nicht ganz überraschend. Schon auf der CES 2026 hatte das Unternehmen keinen eigenen Stand mehr. Die einzige Sony-Präsenz lief über Sony Honda Mobility, das Joint Venture, das dort das Elektroauto Afeela zeigte. Diese Zusammenarbeit wurde in diesem Jahr beendet, und damit fiel auch der letzte direkte Grund weg, für Sony nach Las Vegas zu reisen.

Sony, nicht Sonos

Zur Klarstellung, weil die Namen so nah beieinanderliegen: Diese Nachricht betrifft Sony, den japanischen Hersteller von PlayStation, Kameras und Fernsehern, der inzwischen vor allem mit Film und Musik Geld verdient. Mit Sonos, dem amerikanischen Hersteller von Lautsprechern und Soundbars, über den wir hier im Blog regelmäßig berichten, hat das nichts zu tun. Zwei völlig getrennte Unternehmen, die sich zufällig im Namen ähneln. Dein Sonos-System ändert sich durch diese Meldung also nicht.

Was bedeutet das für die CES als Technikmesse?

Für die meisten großen Marken bleibt die CES der Moment, um neue Fernseher, Autos und immer öfter Smart-Home-Produkte zu zeigen. Dazu gehören der jährliche Schwung neuer Saugroboter, Neuigkeiten rund um den Matter-Standard und neue Smart-Home-Hubs von Marken wie Samsung und LG. Daran ändert die Entscheidung wenig. Sie zeigt aber, dass ein großer Teil der klassischen Technikindustrie lieber die eigene Bühne nutzt, statt sich eine gemeinsame Messehalle zu teilen. Sony kündigt seine wichtigsten Neuigkeiten inzwischen lieber über eigene Events wie die State-of-Play-Übertragungen an, so wie auch andere Techkonzerne immer häufiger eigene Keynotes veranstalten, statt auf eine Messe im Januar zu warten.

Sony betont übrigens, dass die Beziehung zur Consumer Technology Association, der Organisation hinter der CES, weiterbesteht. Eine Rückkehr in einem späteren Jahr ist also nicht ausgeschlossen, nur vorerst eben nicht.

Ändert sich durch Sonys CES-2027-Absage für Dich als Smart-Home-Fan also viel? Nicht wirklich. Die CES bleibt im Januar der Zeitpunkt, an dem die meisten neuen Smart-Home-Produkte des Jahres vorgestellt werden, nur ohne Sonys Namen an einer der Türen.

Bei der CES geht es um die neueste Technik des Jahres. Neugierig, was schon jetzt neu ist? Wirf einen Blick darauf, was gerade neu bei tink dazugekommen ist.

Joshua
Joshua
Joshua verstärkt das tink-Team seit Juli 2025. Er verbindet jahrelange Schreiberfahrung mit einer großen Leidenschaft für technologische Innovationen. Privat nutzt er begeistert Govee für stimmungsvolle Beleuchtung, und auch die smarten Lautsprecher von JBL haben einen festen Platz bei ihm. Er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade für sein Smart Home und experimentiert derzeit ausgiebig mit Philips Hue und Soundcore.

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