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Waymo in München: Robotaxis wagen den ersten Schritt in die EU

Wer schon einmal in Los Angeles oder San Francisco war, ist den futuristischen selbstfahrenden Taxis von Waymo vermutlich schon begegnet. Diese Erfahrung rückt jetzt ein gutes Stück näher, denn Waymo wagt seinen Einstieg in Europa.

Waymo gab am 25. August bekannt, seine selbstfahrenden Taxis nach München zu bringen. Damit ist die deutsche Stadt zwar nicht einfach „der erste Schritt Richtung Europa“ (Waymo testet nämlich schon seit Ende 2025 in London, und auch in Tokio fahren die Autos bereits), aber sie ist die erste Stadt innerhalb der Europäischen Union, in der das Unternehmen seine Dienste anbieten will. Wenn alles nach Plan verläuft, kannst Du dort Ende 2027 zum ersten Mal eine Fahrt ohne Fahrer buchen.

So sieht der Waymo-Start in München aus

Große Schritte in kleinen Etappen – so geht Waymo die Sache an. Die ersten Autos erscheinen schon in wenigen Wochen auf den Straßen, allerdings zunächst noch mit einem Menschen am Steuer. In dieser Phase kartiert Waymo zunächst die Straßen von Vierteln wie Maxvorstadt, Au-Haidhausen und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt manuell. Danach folgt eine Phase mit geschulten Spezialisten, die die Fahrzeuge steuern, damit sich das System an den deutschen Stadtverkehr anpassen kann: Straßenbahnen, Radfahrer, Fußgänger und das ganze Chaos, das dazugehört. Erst wenn diese Phase gut verläuft und die nötigen Genehmigungen vorliegen, darf der Fahrer irgendwann ganz wegbleiben. Die Flotte besteht, genau wie in den USA, aus vollelektrischen Jaguar I-PACE.

Warum ausgerechnet Deutschland?

Diese Wahl ist kein Zufall. Deutschland hat bereits 2021 eine Gesetzgebung eingeführt, die autonomes Fahren auf Level 4 im regulären Straßenverkehr ermöglicht, und Waymo arbeitet bei den Genehmigungen eng mit dem Kraftfahrt-Bundesamt sowie den lokalen und regionalen Behörden zusammen. München selbst ist zudem ein naheliegendes Schaufenster: eine kompakte, dicht besiedelte Stadt mit einer riesigen Autoindustrie als Standort. Waymo steht dabei übrigens nicht allein da; Uber kündigte bereits zuvor, zusammen mit einem KI-Partner, Pläne für einen Robotaxi-Dienst in derselben Stadt an, und auch Zürich, Zagreb und Madrid bekommen konkurrierende Angebote von anderen Anbietern.

Die Größenordnung, in der Waymo bereits operiert, ist beachtlich: In den USA fahren die Autos inzwischen durch elf Städte, was mehr als 500.000 bezahlten Fahrten pro Woche und über 350 Millionen autonom gefahrenen Kilometern entspricht. Das Unternehmen betont zudem, dass ein Robotaxi mehr ist als eine Alternative zum gewöhnlichen Taxi. So sieht Waymo Möglichkeiten, die Mobilität für Menschen zu verbessern, die selbst nicht fahren können, etwa Blinde und Sehbehinderte.

Und weitere deutsche Städte?

Offiziell ist darüber noch nichts bekannt. Ganz abwegig ist der Gedanke aber nicht: Deutschland hat mit seiner frühen Gesetzgebung für Level-4-autonomes Fahren bereits gezeigt, offen für solche Technologien zu sein. Ob und wann Waymo auch in anderen deutschen Städten an den Start geht, bleibt daher Spekulation – die Tür steht aber zumindest einen Spalt offen. Für den Moment ist München das Testlabor, und die kommenden Monate entscheiden mit den Genehmigungsverfahren, ob der Zeitplan für Ende 2027 tatsächlich realistisch ist.

Bereit, auch selbst elektrisch zu fahren – mit oder ohne Fahrer? Sieh Dir die Wallboxen für Zuhause bei tink an und lade Dein Auto künftig genauso einfach auf wie die Flotte von Waymo. Mehr Tipps rund ums Laden zuhause findest Du in unserer Wallboxen-Kaufberatung.

Joshua
Joshua
Joshua verstärkt das tink-Team seit Juli 2025. Er verbindet jahrelange Schreiberfahrung mit einer großen Leidenschaft für technologische Innovationen. Privat nutzt er begeistert Govee für stimmungsvolle Beleuchtung, und auch die smarten Lautsprecher von JBL haben einen festen Platz bei ihm. Er ist immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade für sein Smart Home und experimentiert derzeit ausgiebig mit Philips Hue und Soundcore.

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