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Homematic IP Modbus und MQTT: Das kannst Du bald an die Home Control Unit koppeln

Eine Wärmepumpe, die erst bei Solarüberschuss anläuft, setzt voraus, dass Wechselrichter und Zentrale dieselbe Sprache sprechen. Am 27. Oktober lernt die Homematic IP Home Control Unit mit Modbus und MQTT gleich zwei neue.

Eine Wärmepumpe, die erst anläuft, wenn die Solaranlage Überschuss liefert, funktioniert nur, wenn Wechselrichter und Wärmepumpe mit derselben Zentrale sprechen. Bei Homematic IP brauchte das bisher Umwege oder ein zweites System daneben. Am 27. Oktober ändert sich das, denn eQ-3 bringt mit einem Update Homematic IP Modbus und MQTT auf die Home Control Unit. Beide kommen als Plugin, das Du über die Weboberfläche der Zentrale aktivierst.

Was die beiden Plugins leisten

Sieh die Zentrale als Besprechungsraum, in dem Geräte Platz nehmen, und Modbus und MQTT als zwei Sprachen, in denen sie mitreden können. Modbus stammt aus der Industrie und ist dort seit Jahrzehnten der Standard, um Messwerte und Schaltbefehle aus Maschinen zu holen. MQTT funktioniert wie ein Schwarzes Brett: Geräte hängen dort Nachrichten auf, und wer ein Thema abonniert, liest sie sofort mit. Mit den Plugins lernt die Home Control Unit beide Sprachen.

Was Du damit anstellen kannst, hängt allerdings davon ab, was das Gerät selbst anbietet. Eine Wärmepumpe ohne Modbus-Anschluss bleibt stumm, egal wie schlau die Zentrale ist.

Homematic IP Modbus: Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpe in einer Routine

Modbus ist für Energietechnik gedacht. Laut eQ-3 geht es um kompatible Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiezähler, Wallboxen und Wärmepumpen. Deren Messwerte und Status erscheinen in Homematic IP, sodass Du sie für Visualisierungen, Automatisierungen und Energiemanagement nutzen kannst.

In der Praxis liegen zwei Routinen nahe. Die erste lässt die Wärmepumpe einschalten, sobald die Solaranlage genug Überschuss liefert, damit sich Haus oder Boiler mit eigenem Strom aufheizen. Die zweite gibt die Wallbox erst frei, wenn Überschuss da ist, sodass das Auto mit Solarstrom lädt statt mit Netzstrom.

Die Home Control Unit spricht über EEBUS schon jetzt mit kompatiblen Energiegeräten. Dieses Plugin regelt vor allem, wie Dein Haus reagiert, wenn das Netz ausgelastet ist. Modbus ist die Ergänzung, mit der Du die Messwerte aus dem Gerät selbst in Deinen eigenen Routinen nutzt.

Hast Du Geräte ohne Modbus im Haus, bleibt Messen über Homematic IP selbst der Weg. Die Schalt-Mess-Steckdose misst den Verbrauch einzelner Geräte, und das Schalt-Mess-Kabel für außen übernimmt das bei Gartenpumpe oder Außenbeleuchtung. Beide laufen über die Home Control Unit, die auch die neuen Plugins beherbergt. Weitere Optionen findest Du bei den Energieprodukten auf tink.de.

Homematic IP MQTT: Ein Schwarzes Brett für Geräte verschiedener Marken

Das MQTT-Plugin ist breiter angelegt. Laut eQ-3 können kompatible Geräte für Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Kühlung, Sicherheit und Energie künftig in Homematic IP mitspielen. Das Beispiel, das eQ-3 selbst nennt, ist eine Klimaanlage mit MQTT-Unterstützung: Die Klimaanlage bedienst Du über die Homematic IP App und nimmst sie in bestehende Automatisierungen auf.

Das ermöglicht Routinen, für die bisher eine zweite App nötig war. Sobald eine Klimaanlage über MQTT in Homematic IP verfügbar ist, kannst Du sie in eine bestehende Routine aufnehmen, etwa um die Klimaanlage auszuschalten, wenn ein Fensterkontakt öffnet.

MQTT ist auch die Sprache, die im Home Assistant Ökosystem häufig für Geräte und Bridges genutzt wird. Ob Home Assistant oder ein anderes MQTT-Setup direkt mit dem Plugin sprechen kann und wie das Plugin mit einem bestehenden MQTT-Broker umgeht, ist bei der Ankündigung noch nicht beschrieben. Eine vollständige Liste kompatibler Geräte fehlt ebenfalls.

Das prüfst Du, bevor das Update da ist

Die Plugins kommen am 27. Oktober mit dem Update der Home Control Unit und werden danach über die Weboberfläche eingeschaltet. Bis dahin kannst Du die Hausaufgaben schon machen.

  • Prüfe, ob Deine Wärmepumpe, Dein Wechselrichter oder Deine Wallbox einen Modbus-Anschluss hat. Bei manchen Geräten ist er serienmäßig dabei, bei anderen braucht es ein zusätzliches Modul oder eine Einstellung durch den Installateur.
  • Fang mit reinem Messen an. Erst wenn die Messwerte in der App stimmen, lässt Du eine Routine die Wärmepumpe oder Wallbox schalten.
  • Behalte die Funktionen des Geräts selbst im Blick. Was die Home Control Unit auslesen oder steuern kann, bestimmt die Modbus- oder MQTT-Schnittstelle des jeweiligen Geräts.

Neben Modbus und MQTT öffnet die Zentrale am selben Tag den Weg für Plugins anderer Hersteller. Wie sich eigene Plugins, Partner-Plugins und selbstgebaute Varianten unterscheiden, liest Du im Artikel zu den Homematic IP Partner-Plugins.

Eine Wärmepumpe auf Solarstrom arbeitet am besten in einem Haus, das raumweise geregelt wird. Das Wandthermostat Basic passt zu Räumen mit Heizkörper, und die Heizkörperthermostate Flex und Evo regeln jeden Heizkörper einzeln. Mehr Auswahl gibt es bei den smarten Thermostaten auf tink.de.

Soll Deine Homematic IP Installation bereit für die neuen Plugins sein? Dann wirf einen Blick auf die Home Control Unit und das komplette Homematic IP Sortiment auf tink.de, von Thermostaten bis zur Energiemessung, und mach Deine Energieroutinen bereit für den 27. Oktober.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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