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Roomba lokal in SmartThings: Dieser neue Treiber funktioniert ohne Cloud

Ein neuer Community-Treiber lässt Deine Roomba direkt mit Deinem SmartThings-Hub sprechen, ohne Cloud und ohne zusätzlichen Rechner. Das Projekt ist noch jung, zeigt aber, wie weit ein lokales Smart Home inzwischen ist.

Ein Saugroboter ist dann am besten, wenn Du gar nicht mehr an ihn denkst: Der Boden ist sauber, wenn Du nach Hause kommst, und unterwegs hast Du keine Minute dafür aufgewendet. Wer eine Roomba und SmartThings im Haus hat, merkt vor allem, dass diese beiden Welten bisher wenig miteinander teilen. Die Roomba lebt in ihrer eigenen App, SmartThings weiß nicht, was sie gerade tut, und eine Routine, die den Roboter startet, sobald Du die Tür hinter Dir zuziehst, verlangt meistens einen Umweg über die Cloud oder einen zusätzlichen Rechner. Entwickler Stoeckie hat am 30. Oktober im SmartThings-Forum einen Edge-Treiber vorgestellt, der diesen Umweg überflüssig macht: Der Hub spricht direkt mit der Roomba, innerhalb Deines eigenen WLANs.

Mehr rund um das System findest Du in unserer SmartThings-Rubrik. Neuere Roomba-Modelle mit Matter brauchen den Treiber übrigens gar nicht, denn sie lassen sich als Matter-Gerät direkt einbinden. Wer lieber gleich einen neuen Roboter wählt, findet hier ein paar Modelle aus unserem Sortiment.

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Das kann der Roomba-Treiber für SmartThings

Der Treiber läuft als ganz normaler Bestandteil des Hubs und spricht über die lokale Schnittstelle der Roomba, eine gesicherte Verbindung innerhalb Deines Heimnetzes. Du kannst die Reinigung starten, pausieren und fortsetzen und den Roboter zurück zu seiner Basisstation schicken, und in der App siehst Du den Akkustand und was die Roomba gerade macht: reinigen, laden, auf dem Weg nach Hause oder festgefahren. Hat Deine Roomba eine Clean Base, kommt zusätzlich eine Taste dazu, mit der sich der Staubbehälter absaugen lässt. Der Roboter meldet seinen Status selbst, sobald sich etwas ändert, SmartThings muss also nicht ständig nachfragen, wie es läuft.

Dadurch wird die Roomba in Routinen nutzbar. Eine Meldung auf dem Handy, wenn der Roboter feststeckt oder seine Runde beendet hat, oder eine Reinigung, die startet, sobald das Haus leer ist: Der Entwickler nennt genau diese Beispiele selbst. Ob eine solche Routine komplett lokal läuft, hängt allerdings von den anderen Geräten und Aktionen darin ab. Ein Türsensor oder Bewegungsmelder mit Matter ist dafür ein logischer Baustein, und wie Du das clever einrichtest, liest Du in unserem Artikel über SmartThings-Routinen, die wirklich mitdenken.

Die Idee einer lokalen Verbindung ist nicht neu, denn die Roomba-Integration von Home Assistant nutzt dieselbe Schnittstelle schon länger. Neu ist, dass es jetzt auch für SmartThings geht, und zwar in einem Moment, in dem die Plattform selbst immer lokaler wird, wie Du in unserem Artikel darüber nachlesen kannst, was sich ändert, seit SmartThings lokaler arbeitet.

Welche Roombas funktionieren schon?

Der Entwickler nennt die i3, i7, i8, s9 und j7 sowie die WLAN-Modelle der 600er- und 900er-Serie als geeignet. Getestet wurde das Projekt bisher nur an einer Roomba s9+ mit der Firmware 22.29.10, der Rest ist also eine Erwartung und keine Garantie. Für die Modelle von 2025, die Roomba 105, 205, 405 und 505, ist der Treiber nicht gedacht, weil sie lokale Verbindungen ablehnen. Die neuesten Modelle mit Matter, etwa die Combo 10 Max, die Plus 500 Combo und die Max 700, brauchen ihn nicht: Du koppelst sie direkt als Matter-Gerät in SmartThings.

Eines solltest Du Dir merken: Eine Roomba akzeptiert nur eine lokale Verbindung gleichzeitig. Läuft bei Dir schon Home Assistant mit der Roomba-Integration, musst Du diese Verbindung zuerst trennen, bevor SmartThings dazukommen kann. Die iRobot-App funktioniert weiter ganz normal, denn sie läuft über die Cloud von iRobot, und wie es um die Marke seit der Übernahme steht, liest Du in unserem Artikel zur Übernahme von iRobot durch Picea.

So bindest Du Deine Roomba lokal in SmartThings ein

Du brauchst einen SmartThings-Hub, der Edge-Treiber unterstützt, im selben Netzwerk wie Deine Roomba. Einen solchen Hub hast Du manchmal schon im Haus, etwa in einem modernen Samsung-Fernseher oder einer Soundbar, und in unserem Artikel darüber, warum SmartThings für jedes Zuhause geeignet ist, erfährst Du mehr dazu. Danach meldest Du den Hub beim Treiberkanal des Entwicklers an, installierst den Treiber iRobot Roomba (local) und lässt in der SmartThings-App nach Geräten in der Nähe suchen. Stelle die Roomba auf ihre Basisstation und halte die HOME-Taste zwei Sekunden gedrückt, bis sie einen Ton von sich gibt, danach holt der Hub das Passwort selbst ab und speichert es. Gib der Roomba in Deinem Router eine feste IP-Adresse, damit die Verbindung auch morgen noch stimmt. Findet der Hub den Roboter nicht von allein, trägst Du die Adresse manuell in den Geräteeinstellungen ein, und die komplette Anleitung steht im GitHub-Projekt.

Lohnt sich das?

Wer schon eine unterstützte Roomba und einen SmartThings-Hub hat und gern am Haus tüftelt, für den ist das ein angenehmer Schritt: weniger Zwischenstationen, mehr Ruhe und ein Roboter, der endlich einfach eines der Geräte in Deinen Routinen ist. Rechne aber mit einem Projekt in einem frühen Stadium. Es ist ein Community-Treiber und keine offizielle Erweiterung von iRobot oder Samsung, und die Erfahrungen mit anderen Modellen als der s9+ müssen erst noch wachsen. Wer lieber einen neuen Roboter wählt, als einen vorhandenen an SmartThings zu koppeln, findet in unserem Sortiment an Saugrobotern mit Wischfunktion einen guten Einstieg. Fehlt im Haus noch ein Auslöser für so eine Routine, sind ein Türsensor oder Bewegungsmelder mit Matter die logische erste Anschaffung.

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Sanne
Sanne
Sanne gehört seit Juni 2026 zur tink-Redaktion. Sie hat einen Hintergrund im Bereich Innenarchitektur und zeigt in ihren Texten, wie nahtlos sich Smart Home in jedes Zuhause einfügt. Ihre eigene Wohnung ist komplett mit intelligenten Thermostaten von tado° ausgestattet und sie schwört auf die praktischen Video-Türklingeln von Ring. Derzeit taucht sie voll und ganz in die Welt der intelligenten Gärten ein und testet die neuesten Mähroboter von Gardena sowie die Außenbeleuchtung von Innr.

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