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Tesla CarPlay läuft jetzt über einen Umweg, aber es gibt einen Haken

Tesla CarPlay läuft derzeit nur als Demo. Das zeigt CoilShift, das ist das Risiko und diese Routinen baust Du in der Zwischenzeit in Apple Home.

Tesla verweigert Apple CarPlay seit Jahren, doch Tesla CarPlay läuft inzwischen, zumindest in einer Demo. Die Entwickler hinter CoilShift haben am 13. und 14. Oktober gezeigt, wie CarPlay als normale App auf dem Tesla-Display erscheint, inklusive Siri und AirPlay von Mac oder iPhone. Herunterladen kannst Du es noch nicht. Hier liest Du, wie es funktioniert, was schiefgehen kann und welche Routinen Du in der Zwischenzeit mit Deinen Apple-Geräten und Deinem Zuhause automatisierst.

Was ist CoilShift und was zeigt die Demo

CoilShift ist ein Projekt von Michal Gapinski und Maciej Wilczynski. Gapinski kennt man vom Tesla Android Project, mit dem Tesla-Fahrer seit 2022 Android auf ihr Display bekamen, über einen Raspberry Pi und den eingebauten Browser. Dieser Weg brauchte einen Dongle und blieb ein Umweg. CoilShift geht es anders an: Es läuft als eigene App direkt auf dem Auto, ohne Dongle und ohne Browser.

In der Demo läuft CarPlay in einem eigenen Fenster neben dem Rest der Tesla-Oberfläche. Siri arbeitet über die Mikrofone des Autos, verlustfreies Audio wird abgespielt und die RGB-Beleuchtung im Innenraum pulsiert zur Musik. Wilczynski zeigte außerdem AirPlay. Damit schickst Du das Bild von Mac, iPhone oder iPad auf das Tesla-Display, als wäre es ein zusätzlicher Monitor. In dieser Vorschau sind noch schwarze Ränder zu sehen, die in der finalen Version verschwinden sollen.

Apple CarPlay auf einem Autobildschirm mit Karte und Musikplayer
Foto: Vadym Kudriavtsev via Unsplash

Wie funktioniert Tesla CarPlay ohne Dongle

Der Schlüssel ist die MCU3, der Infotainment-Rechner mit AMD-Ryzen-Prozessor, den Tesla seit Ende 2021 verbaut. CoilShift nutzt eine bekannte Sicherheitslücke in diesem System. Stell Dir ein Haus mit abgeschlossener Haustür vor: Tesla bestimmt, welche Apps hineindürfen. Über die Lücke entsteht ein zusätzlicher Eingang, und dort setzt CoilShift seine eigene App ab.

Das erklärt auch, warum das Projekt keinen offiziellen Status hat. Eine bekannte Lücke kann Tesla mit einem Update schließen. Passiert das, kann die App aufhören zu funktionieren. Die Demo zeigt also vor allem, dass die Hardware es kann. Ob daraus eine dauerhafte Lösung wird, entscheidet Tesla.

Warum Tesla selbst kein CarPlay anbietet

Tesla baut lieber ein eigenes Ökosystem, als die Mittelkonsole an Apple oder Google abzugeben. Bedienung, Navigation und Sprachassistent gehören zum Auto, und seit Kurzem ist auch Grok im Tesla dabei. Trotzdem kursieren schon länger Berichte über eine offizielle CarPlay-Unterstützung. US-Medien meldeten Ende des vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres, dass Tesla und Apple darüber sprechen. Bestätigt ist nichts, einen Starttermin gibt es nicht.

Andere Hersteller gehen einen anderen Weg. Ford baut zum Beispiel Apple Maps direkt in seine neuen Elektroautos ein, ohne separate CarPlay-App. Die Richtung ist also nicht, dass jeder Hersteller CarPlay übernimmt.

Solltest Du CoilShift installieren, sobald es erscheint

Im Moment nicht, denn es gibt nichts zu installieren. Die Entwickler haben nicht gesagt, ob und wann andere Zugriff bekommen. Dass die Aufnahmen beeindruckend sind, ändert daran nichts.

Wenn Du es später doch ausprobieren willst, wäge drei Dinge ab. Software, die auf einer Sicherheitslücke aufbaut, kann nach einem Tesla-Update verschwinden. Über die Folgen für Deine Garantie ist nichts bekannt. Und ein Auto ist kein Testaufbau: Eine App, die während der Fahrt hängt, ist ärgerlicher als eine Smart Plug, die kurz offline ist. Wir warten lieber auf einen offiziellen Weg.

Armaturenbrett und Mittelbildschirm in einem Tesla Model 3
Foto: Bram Van Oost via Unsplash

Auto und Zuhause zusammenarbeiten lassen, ganz ohne CarPlay

Während CarPlay im Tesla noch auf sich warten lässt, steuert Dein iPhone Dein Zuhause schon jetzt, sobald Du ankommst. Eine Automation in Apple Home reagiert auf Deinen Standort, nicht auf das Display Deines Autos. Du brauchst nur einen Home-Hub, etwa ein Apple TV oder einen HomePod, damit die Routine auch läuft, wenn Du unterwegs bist. Wie so ein Hub arbeitet, liest Du in unserem Vergleich des Apple TV 4K der 4. und 3. Generation.

Ein Schloss, das zu Deiner Routine passt

Das erste Glied ist die Haustür. Lege in Apple Home eine Automation an, die das Schloss entriegelt, wenn Dein iPhone in die Nähe kommt, und es wieder verriegelt, sobald Du gehst. Mit einem Schloss von Nuki, etwa dem Nuki Smart Lock Pro, drehst Du keinen Schlüssel mehr um, auch nicht mit vollen Einkaufstaschen. Lieber per PIN-Code oder Tap mit dem iPhone? Dann ergänze ein Keypad 2 NFC. Weitere Optionen findest Du bei den smarten Türschlössern.

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Sensoren, die das Licht für Dich einschalten

Das zweite Glied ist ein Sensor. Ein Eve-Sensor wie der Eve Motion merkt, dass Du den Flur betrittst, und schaltet das Licht ein. Ein Eve Door & Window an der Garten- oder Garagentür startet die Routine, sobald sie aufgeht. Die Sensoren arbeiten mit Matter und laufen lokal in Deinem Heimnetz, Deine Routine hängt also nicht von einer Cloud ab. So reagiert Dein Zuhause auf Dich, ohne dass Du ein Display anfassen musst.

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Laden als Teil Deines Tages

Das Einzige, was Auto und Zuhause wirklich teilen, ist Strom. Ein Tesla lädt in Europa Wechselstrom über Typ 2, deshalb passt jede Wallbox mit diesem Anschluss. Die Anker SOLIX Wallbox V1 gibt es als Steckdosen-Version, in die Du Dein eigenes Typ-2-Kabel steckst, und sie lässt sich auf Solarstrom ausrichten, sodass Dein Auto lädt, wenn Deine Module genug erzeugen. Wie Du Solarstrom auch ohne Batterie besser nutzt, liest Du in unserem Artikel zum PV-Eigenverbrauch. Alternativen findest Du bei den Wallboxen.

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Fazit

Tesla CarPlay ist vorerst eine Demo, gebaut auf einer Lücke, die Tesla schließen kann. Es gibt noch nichts zu installieren, und eine offizielle Version bleibt eine Erwartung. Dein Zuhause muss darauf nicht warten. Mit einem Hub, ein paar Sensoren und einem smarten Schloss laufen Deine Routinen schon heute, mit dem iPhone, das Du jetzt hast.

Du willst mehr aus Deinem Apple-Ökosystem herausholen und Dein Zuhause so smart machen wie Dein Auto? Dann entdecke alle Eve-Produkte für Sensoren mit Matter, unser Sortiment an smarten Türschlössern und die Produkte von Nuki und automatisiere Deine täglichen Routinen mit Apple Home.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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