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CO2-Messgerät für die Wohnung: Wann Du lüften solltest

Ein CO2-Messgerät zeigt Dir, wann die Luft im Wohnzimmer wirklich verbraucht ist, lange bevor Du es selbst merkst. Wir erklären, ab welchem Wert Du lüften solltest und wie Du es richtig machst.

Am späten Nachmittag fühlt sich ein Wohnzimmer oft anders an als am Morgen. Die Luft ist ein bisschen schwer, die Gedanken werden zäh, und es zieht Dich nach draußen, obwohl es gemütlich warm ist. Meistens steckt jedoch Kohlendioxid dahinter. Das atmen wir selbst aus, und in geschlossenen Räumen sammelt es sich Stunde für Stunde an. Riechen kannst Du es nicht. Ein CO2-Messgerät zeigt es Dir dagegen sofort, und aus dem Bauchgefühl wird eine Zahl, nach der Du in Ruhe lüften kannst.

Was ein CO2-Messgerät Dir zeigt

Draußen liegt der CO2-Gehalt bei etwa 420 ppm. Drinnen dagegen steigt er mit jedem Atemzug, und zwar umso schneller, je kleiner der Raum und je dichter die Fenster sind. Ein Messgerät übersetzt das in einen Wert in ppm, den Du am Display ablesen kannst. Wichtig ist, wie gemessen wird. Gute Geräte erfassen das CO2 direkt mit einem NDIR-Sensor. Günstige schätzen den Wert aus anderen Gasen ab und liegen deshalb oft daneben. Das Homematic IP Glas-Wandthermostat mit CO2-Sensor sitzt fest in der Wand und misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2 in einem Gerät. Die Werte erscheinen abwechselnd auf der Glasfläche, und der Messbereich reicht von 0 bis 9.995 ppm. Bedienen kannst Du es über zwei Touchflächen, per App oder mit einem Sprachbefehl. Zusätzlich steuert es die Heizung im Raum. Voraussetzung ist der Homematic IP Access Point oder eine Zentrale, allein arbeitet das Thermostat nicht.

Ab wann Du lüften solltest

Als Orientierung dienen die Leitwerte des Umweltbundesamts. Bis 1.000 ppm ist die Luft in Ordnung, und Du musst nichts tun. Zwischen 1.000 und 2.000 ppm wird sie auffällig, und Du solltest lüften. Über 2.000 ppm gilt sie als inakzeptabel, dann hilft nur noch gründliches Durchlüften. In Schulen liegt die Obergrenze sogar bei 1.200 ppm. Zudem lässt die Konzentration schon ab etwa 1.000 ppm spürbar nach. Im Homeoffice und im Kinderzimmer lohnt sich der Blick auf die Anzeige deshalb besonders.

So lüftest Du richtig

Steigt der Wert, helfen ein paar Minuten bei weit geöffnetem Fenster mehr als eine Stunde auf Kipp. Im Winter reichen drei bis fünf Minuten. In der Übergangszeit sind es fünf bis zehn, im Sommer dürfen es 15 bis 30 Minuten sein. Am schnellsten geht es mit Durchzug, wenn Du zwei gegenüberliegende Fenster öffnest. Ein gekipptes Fenster bringt im Winter kaum Luftaustausch. Dafür kühlt es die Wand daneben aus, und genau dort schlägt sich später Feuchtigkeit nieder.

Beim Stoßlüften sollen die Heizkörper nicht gegen das offene Fenster anheizen. Mit smarten Heizkörperthermostaten fährt die Heizung von allein herunter, sobald die Temperatur fällt, und danach wieder hoch. Überlegst Du gerade, wie warm es in welchem Zimmer sein darf? Dann helfen die Richtwerte zur optimalen Raumtemperatur. Auch die Luftfeuchtigkeit verdient einen Blick. Sie sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen, und bei dauerhaft zu feuchter Luft kann ein Luftentfeuchter zusätzlich helfen.

Warum das Schlafzimmer besonders interessant ist

Nachts atmen wir stundenlang in einem Raum mit geschlossenen Fenstern. Messungen zeigen, wie groß der Unterschied sein kann. In schlecht belüfteten Schlafzimmern lagen die Werte bei rund 2.400 ppm, bei guter Belüftung nur bei etwa 800 ppm. Dabei schliefen die Testpersonen mit der besseren Luft tiefer und waren am nächsten Tag leistungsfähiger. Wer morgens oft wie gerädert aufwacht, sieht mit einem Messgerät neben dem Bett schnell, ob die Luft mitspielt. Die Lösung ist meist einfach. Oft genügt dann schon eine Tür, die einen Spalt offen bleibt, oder kräftiges Lüften vor dem Schlafengehen.

Wo Dein CO2-Messgerät am besten steht

Der Sensor soll die Luft messen, die Du tatsächlich atmest. Am besten steht er deshalb in 1,2 bis 1,8 Metern Höhe und frei im Raum. Halte mindestens einen Meter Abstand zu Fenstern und Türen, damit Zugluft die Anzeige nicht verfälscht. Auch in einer Ecke staut sich die Luft, und das ergibt ebenfalls ungenaue Werte. Auch Dein Atem direkt am Gerät treibt die Zahl kurz nach oben, schau also nicht zu nah daran vorbei. Möchtest Du mehrere Räume im Blick behalten, lohnt sich ein Gerät pro Zimmer, in dem Du viel Zeit verbringst.

Welches CO2-Messgerät zu Dir passt

Wer ohnehin Schalter und Rahmen in der Wand hat, kann das Messgerät dort fest einsetzen. Wer lieber flexibel bleibt und mit dem Smartphone arbeitet, ist mit einem vernetzten Sensor besser bedient. Der Netatmo Smarter Raumluftsensor misst CO2 zwischen 0 und 5.000 ppm. Sobald kritische Werte erreicht werden, schickt er Dir eine Mitteilung aufs Smartphone. Batterien braucht er außerdem nicht, und in Roségold steht er unauffällig neben Holz und Textilien auf dem Sideboard.

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Fazit zum CO2-Messgerät

Ein CO2-Messgerät nimmt Dir das Raten ab. Zudem siehst Du, wann ein Raum frische Luft braucht, und lüftest gezielt statt nach Gefühl. Außerdem verlierst Du im Winter keine unnötige Wärme. Ob das Glas-Wandthermostat von Homematic IP oder der vernetzte Sensor von Netatmo, beide machen das Raumklima sichtbar. Je nach Zimmer reicht schon ein einziges Gerät, damit sich der Alltag spürbar angenehmer anfühlt.

Wenn Du wissen möchtest, wie gut die Luft bei Dir zu Hause wirklich ist, findest Du passende Sensoren in der Kategorie Heizungssensoren auf tink.at.

Sanne
Sanne
Sanne gehört seit Juni 2026 zur tink-Redaktion. Sie hat einen Hintergrund im Bereich Innenarchitektur und zeigt in ihren Texten, wie nahtlos sich Smart Home in jedes Zuhause einfügt. Ihre eigene Wohnung ist komplett mit intelligenten Thermostaten von tado° ausgestattet und sie schwört auf die praktischen Video-Türklingeln von Ring. Derzeit taucht sie voll und ganz in die Welt der intelligenten Gärten ein und testet die neuesten Mähroboter von Gardena sowie die Außenbeleuchtung von Innr.

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