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Raspberry Pi 5 16GB für 385 Dollar: Lohnt sich das noch für Home Assistant?

Der Raspberry Pi 5 16GB kostet jetzt 385 Dollar, mehr als dreimal so viel wie zum Start, und die Frage ist, ob sich das für Home Assistant noch lohnt. Meist nicht, denn so viel Arbeitsspeicher braucht Dein Smart Home selten.

Der Raspberry Pi 5 16GB kostet seit dem 2. November 385 Dollar. Das sind 80 Dollar mehr als die bisherigen 305 Dollar und die vierte Preiserhöhung innerhalb eines Jahres. Zum Start im Januar 2025 lag die 16GB-Version noch bei 120 Dollar, danach folgten Schritte auf 145, 205 und 305 Dollar. Auch die 16GB-Varianten des Compute Module 5, der Version für eingebettete Anwendungen, werden um 40 Dollar teurer. Der Raspberry Pi 500+, der Tastatur-Computer mit ebenfalls 16 GB, behält seinen Preis.

Die Ursache ist bekannt: der Speicher. Laut Raspberry Pi sind die Speicherkosten in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen, und für 16 GB Arbeitsspeicher gibt es außerdem keinen alternativen Lieferanten, während auch andere Bauteile knapp sind. Das Unternehmen nennt die Lage schwierig, aber vorübergehend, und will die Erhöhungen zurücknehmen, sobald Speicher wieder günstiger wird. Parallel testet es andere Bauteile, um flexibler einkaufen zu können.

Viele Nutzer von Home Assistant lassen ihre Automatisierungen auf so einem Board laufen. Wer jetzt über einen Kauf nachdenkt, fragt sich zu Recht, ob das bei 385 Dollar noch sein Geld wert ist. Die kurze Antwort: Für ein normales Smart Home meistens nicht, denn Du bezahlst für Arbeitsspeicher, den Du kaum ansprichst. Dazu kommt, dass die 385 Dollar nur für das nackte Board gelten. Netzteil, Gehäuse und Speicher kommen noch dazu.

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Lohnt sich der Raspberry Pi 5 16GB noch für Dein Smart Home?

Für die meisten Haushalte lautet die Antwort Nein, denn ein Smart Home ist leichter, als es wirkt. Home Assistant OS startet laut Installationsanleitung schon auf einem Raspberry Pi mit 2 GB, und ein Haus voller Schalter, Sensoren, Lampen und Routinen kommt mit 4 GB locker aus. Der Speicher füllt sich erst richtig bei der Analyse von Kamerabildern, bei Jahren an Sensorhistorie oder bei einem Stapel schwerer Add-ons. Ein Pi mit 16 GB als Herz eines Smart Homes ist, als würdest Du einen Lkw mieten, um einen einzigen Umzugskarton zu fahren, und seit dieser Woche zum deutlich höheren Tarif: Er fährt problemlos, aber der Laderaum bleibt leer. Welche Route zu welchem Haus passt, steht in unserem Beitrag zur Home Assistant Hardware.

Das rät Raspberry Pi selbst

Raspberry Pi zeigt den Ausweg selbst auf: eine Variante mit weniger Speicher, ein älteres Modell oder Software, die sparsamer mit dem Arbeitsspeicher umgeht. Außerdem warnt das Unternehmen vor Händlern, die den Preis aufblasen oder Produkte liefern, die nicht echt sind. Kaufe deshalb nur bei autorisierten Händlern. Das Speicherproblem reicht über Raspberry Pi hinaus: Auch der Home Assistant Green wurde in diesem Jahr zweimal teurer.

Eine lokale Smart-Home-Zentrale ohne Selbstbau

Home Assistant bleibt die flexibelste Wahl für alle, die gern basteln, läuft aber auf einem Computer, den Du selbst installierst, aktualisierst und sicherst. Wer vor allem Automatisierungen möchte, die auch bei einem Internetausfall weiterlaufen, kommt mit einer fertigen Smart-Home-Zentrale einfacher ans Ziel. Du schließt sie an, wählst Deine Geräte in einer App aus und lässt die Routinen die Arbeit machen. Und Du weißt sofort, was Du bekommst: ein komplettes Gerät, bei dem weder ein Gehäuse noch eine SSD dazukommen muss.

Homey: der nächste Verwandte von Home Assistant

Homey gehört bei tink zum Sortiment, und wer Home Assistant wegen seiner Automatisierungen schätzt, landet hier am schnellsten. Die Homey Pro mini hat Matter und Thread eingebaut, verarbeitet alles lokal und läuft auch ohne Internetverbindung weiter. Sie hängt per Ethernet am Router und bietet mit 1 GB Arbeitsspeicher Platz für 20 bis 25 Apps, während ein durchschnittlicher Nutzer vierzehn installiert. Das ist ein fertiges Gerät, bei dem Netzteil, Gehäuse und Speicher bereits dabei sind. Kommen später Zigbee- und Z-Wave-Geräte, 433 MHz oder ein alter Fernseher mit Infrarot dazu, ergänzt die Homey Bridge diese Standards.

Willst Du alles in einem Gerät, hat die Homey Pro (2026) 4 GB Arbeitsspeicher für weit über hundert Apps und bringt Zigbee, Z-Wave, Matter, Thread, WLAN, Bluetooth, 433 MHz und Infrarot gleich mit. Die Routinen heißen dort Flows und folgen demselben Prinzip wie in Home Assistant: Passiert dies, macht Dein Haus das. Die Liste der Integrationen wächst außerdem: So spricht Homey inzwischen lokal mit Anker SOLIX, ganz ohne Umweg über die Cloud.

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Aqara, SwitchBot und Hue: eine Zentrale für Dein bestehendes Ökosystem

Läuft Dein Haus schon mit Apple Home, Google Home oder Alexa und willst Du dort Matter-Geräte einbinden, reicht eine kompaktere Zentrale, etwa von Aqara oder SwitchBot. Der Aqara Hub M3 verbindet Zigbee, Thread und Matter, hat einen Lautsprecher und einen Infrarot-Sender für TV oder Klimaanlage und speichert Daten auf Wunsch lokal auf 8 GB eigenem Speicher. Der SwitchBot Hub 3 steuert über 100.000 Infrarotgeräte und bringt Deine SwitchBot-Geräte per Matter in Apple Home oder Home Assistant. Dreht sich bei Dir viel um Licht oder Heizung, ist oft schon die Zentrale dieser Marken genug: Die Philips Hue Bridge Pro von Philips Hue steuert über 150 Leuchten und 50 Zubehörteile, und der Homematic IP Access Point 2 von Homematic IP funktioniert ohne Registrierung.

Das macht die Entscheidung umkehrbar: Eine Zentrale von heute kann später einfach neben Home Assistant weiterlaufen. Welche Systeme es sonst gibt, zeigt unser Überblick über Smart-Home-Systeme.

Raspberry Pi 5 16GB oder Alternative: So entscheidest Du jetzt

Ist ein 16GB-Pi dann nie sinnvoll? Doch, für alle, die lokale KI-Modelle betreiben, viele Kamerabilder analysieren oder neben Home Assistant ein komplettes Homelab auf demselben Board laufen lassen. In den meisten Haushalten bleibt dieser Speicher weitgehend ungenutzt. Steht bei Dir schon ein Raspberry Pi 5, ändert diese Nachricht nichts: Home Assistant läuft darauf weiter. Kaufst Du jetzt ein Board für ein neues Projekt, schau zuerst auf eine Variante mit 4 oder 8 GB und erwäge einen Mini-PC mit SSD, für den sich immer mehr Nutzer entscheiden. Wie Du Home Assistant OS per USB-Stick auf einen Mini-PC bringst, zeigt die Installationsanleitung.

Schwankst Du zwischen Bauen und Kaufen, rechne alles zusammen: Board, Netzteil, Gehäuse und Speicher. Mit der 16GB-Version landest Du schnell auf dem Niveau einer kompletten Homey Pro mini oder darüber, ohne dass schon eine Automatisierung läuft. Startest Du mit einer Zentrale, laufen Deine Routinen schon heute und bleiben nutzbar, wenn Du später doch zu Home Assistant wechselst, auf einem Board, das dann hoffentlich wieder bezahlbar ist.

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Eine lokale Smart-Home-Zentrale bringt Deine Automatisierungen in Gang, ohne dass Du selbst einen Computer bauen musst. Entdecke unser komplettes Angebot an Smart-Home-Zentralen bei tink, von Homey und Aqara über SwitchBot bis Philips Hue, und automatisiere Deine Routinen, ohne 385 Dollar für ein Board auszugeben.

Thomas
Thomas
Thomas arbeitet bereits seit einigen Jahren bei tink, hat aber kürzlich auch den Schritt zum Blog gewagt, um seine Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Als echter Gadget-Freak erklärt er die modernsten Smart-Home-Lösungen auf leicht verständliche Weise. Sein gesamtes Haus basiert auf einem Apple Home-Ökosystem, und er automatisiert seine Abläufe gerne mit den intelligenten Sensoren von Eve. Derzeit testet er ausgiebig das neueste Multiroom-Audiosystem von Sonos und testet, wie intelligente Türschlösser von Nuki seinen Alltag erleichtern.

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